Absender: Niedersächsisches Ministerium
Sehr geehrter Herr Schünemann,
aus der Presse habe ich von der Abschiebung von Frau Elvira Gashi und ihren 2 Kindern in Wolfenbüttel erfahren. Frau Gashi, 21 Jahre alt, lebte seit 20 Jahren in Deutschland. Sie war hier aufgewachsen und hat sich in unserem Land nichts zu Schulden kommen lassen. Das Land, aus dem ihre Eltern kommen, der Kosovo, ist für sie ein fremdes Land, ein Land mit hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität (es gilt als Drehscheibe des europäischen Menschenhandels) und ohne große Perspektiven für eine junge Frau. Der Fall bedeutet eine besondere Härte. Inzwischen haben sich viele Menschen in ihrer Heimatstadt Wolfenbüttel und auch Politiker für einen Verbleib dieser Frau und ihren Kindern ausgesprochen. Ich würde es begrüßen, wenn in diesem Fall eine Härtefallregelung gelten könnte, die es Frau Gashi ermöglicht, weiterhin in diesem Land zu leben. Angesichts der besonderen Umstände in diesem Fall würde ich eine Rückholung von Frau Gashi befürworten und unterstützen, wie es in einigen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Hessen) schon erfolgreich durchgeführt wurde. Im Vertrauen auf eine humanitäre Entscheidung Ihrerseits verbleibe ich
|